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LVZ: Im Derby-Rausch

Volleyball-Sachsenliga: Nach schwachem Start bezwingt Bad Düben erst Delitzsch und dann Krostitz

Bad Düben. „Es hat sich angefühlt wie in alten Zeiten“, frohlockte ein überglücklicher Frank Baumgarten. Mit „früher“ meint der kurstädtische Regisseur sicher die Sachsenmeister-Saison vor zwei Jahren, als die Volleyballer des SV Bad Düben angetrieben vom heimischen Publikum alles aus dem Weg räumten. Nach fast zwei Spielzeiten mit ernüchternden Auftritten in den eigenen vier Wänden spielten sich Baumgartens Männer wieder in einen Rausch, besiegten Aufstiegsaspirant GSVE Delitzsch II mit 3:1 (20:25, 27:25, 18:25, 19:25) und den Krostitzer SV mit 3:2 (25:19, 20:25, 26:28, 25:19, 15:10), der im Abstiegskampf nun auf Dübener Schützenhilfe hofft.

Doch nach Glückseligkeit im Dübener Lager sah es zuerst ganz und gar nicht aus. „Delitzsch hat uns zu Beginn an die Wand gespielt. Wir hatten wie im Hinspiel zu viel mit uns zu tun“, resümierte SV-Kapitän Thomas Haack. Die Schützlinge von und mit der Delitzscher Volleyball-Ikone Sebastian Reichstein führten im zweiten Durchgang bereits 20:11 und 23:17. „Irgendwer hat bei uns den Schalter umgelegt“, grübelte Haack. Die Gastgeber wirbelten fortan durch die Halle, präsentierten den knapp 100 Zuschauern eine Bilderbuch-Feldabwehr und fanden mit reichlich Cleverness im Angriff zum Erfolg. „Der zweite Satz hat uns das Genick gebrochen. Den darfst du einfach nicht verlieren“, konstatierte Carsten Schulze, der GSVE-Kapitän Lukas Bayer früh im Zuspiel ersetzte.

„Delitzsch tat uns den Gefallen, fast alles über Reichstein zu spielen. Den haben wir in der Annahme schon gut beschäftigt“, verriet Baumgarten. Die GSVE-Reserve nutzte drei Satzbälle im zweiten Abschnitt nicht, die Heidestädter ihren ersten – per Sprungaufschlag durch den nervenstarken, erst 20-jährigen Felix Kempe. Delitzsch war gebrochen, Bad Düben längst im Rausch. Die Angreifer waren blendend aufgelegt, Jens Andrä gewann das ansehnliche Privatduell mit Kumpel Reichstein deutlich. Letzterer war anschließend angefressen: „Wir haben völlig unser Spielsystem verloren. Wie das passieren kann, ist absolut fraglich. Mit so einer Leistung brauchen wir über den Aufstieg gar nicht erst nachzudenken.“ Vulkan Reichstein haderte neben der eigenen Leistung auch mit der der Unparteiischen. „Das war teilweise eine Katastrophe. Da können wir gleich ohne Schiedsrichter spielen.“

Das passierte freilich auch im zweiten Derby des Tages zwischen Düben und Krostitz nicht. Mit dem Schwung aus der ersten Partie sah es einen Satz lang nach einem flotten Dübener Sieg aus. Zwei gelbe und eine rote Karte weckten die Gäste dann jedoch auf. Zudem wechselte Bad Dübens Coach durch, gönnte einigen Spielern eine Pause. Der KSV biss sich zurück ins Spiel, ging sogar mit 2:1 Sätzen in Führung. Für einen weiteren Punkt reichte es nicht. „Wir haben am Ende zu viele einfache Fehler fabriziert. So bestehst du hier nicht“, ärgerte sich der Krostitzer Mittelblocker Tino Richter.

Der SV Bad Düben schiebt sich mit dem doppelten Derby-Erfolg vorübergehend am GSVE Delitzsch II vorbei auf Rang drei. Die Loberstädter haben bei einem Zähler Rückstand jedoch noch zwei Spiele in der Hinterhand. Platz zwei und damit die Aufstiegsberechtigung sind weiterhin auf direktem Weg zu erreichen. Der Krostitzer SV muss am letzten Spieltag zum Tabellenletzten Post SV Dresden. Selbst wenn die Bierdörfler gewinnen, müssen sie auf einen parallelen Dübener Sieg gegen Motor Mickten hoffen, um die Klasse zu halten.

SV Bad Düben: Reichenbach, Andrä, Haack, Schreiber, Baumgart, Baumgarten, Lange, Kempe, Händler, Ungelenk.

GSVE Delitzsch II: Bayer, Schulze, Thielow, Zscheyge, Schößler, Uhlmann, Küster, Reichstein, Wilke, Buhl, Heinrich.

Krostitzer SV: Schulz, Knobloch, Beyer, Fritsche, Walter, Dross, Richter, Schubert, Wobith.