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LVZ: Nordsächsisches Final-Derby in Dresden

Volleyball-Sachsenpokal: GSVE II trifft auf Krostitz

Nordsachsen/Dresden. Das kann ja heiter werden. Morgen prallen im Endspiel des Sachsenpokals zwei nordsächsische Volleyball-Schwergewichte aufeinander. Der Krostitzer SV bittet den GSVE Delitzsch II zum Stelldichein an der Netzkante. Einziger Haken bei aller Vorfreude auf den finalen Derbyböller: Die Partie findet in der Turnhalle des Dresdner Hans-Erlwein-Gymnasiums statt, wo ab 13 Uhr zunächst die Frauen ihren Pokalsieger ausspielen. Dresdner SC II kontra VV Grimma II lautet die Paarung. Zweieinhalb Stunden später schlagen die Herren der Schöpfung auf.

Die Rollen sind freilich schon vorher klar verteilt. Die GSVE-Reserve mit Ambitionen in Sachen Regionalliga-Aufstieg schreitet gegen die um den Sachsenliga-Klassenerhalt kämpfenden Krostitzer als Favorit aufs Linoleum. „Wir sind heiß, wollen ein Ausrufezeichen setzen. Für uns ist das ein Saisonhighlight, das wollen wir definitiv mitnehmen“, erklärt Delitzschs Spielertrainer Sebastian Reichstein. Die Gegenseite verzichtet auf Kampfansagen. „Wir wollen das einfach nur genießen“, berichtet KSV-Sprachrohr Sebastian Walther aus dem Innenleben der Truppe.

Allerdings weiß sicher auch er, dass Delitzsch zum ersten Mal in dieser Saison taumelt. Vor Wochenfrist gab die Mannschaft in Bad Düben einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand, was den Coach einigermaßen ratlos zurückließ. „Langsam müssen wir die Formkurve wieder nach oben kriegen. Jeder Spieler sollte sich hinterfragen, damit wir wieder in die Spur kommen“, sagt Reichstein, der übrigens auch mit seinem eigenen Auftritt in der Kurstadt haderte. Weil neben der Form auch personelle Engpässe drohen, rechnet Reichstein mit „einem relativ ausgeglichenen Spiel. Krostitz ist nicht schlecht drauf.“ Das hört man beim KSV natürlich gerne. Denn logisch ist, auch wenn die Mannen von André Quasdorf vergleichsweise tief stapeln, vom Sieg träumen sie trotzdem.

Nebenbei bemerkt: Wer das Finale gewinnt, qualifiziert sich für den Regionalpokal und darf sich auf höherklassige Gegnerschaft freuen. Und das wiederum ist fast so gut wie ein Final-Derby.

(LVZ, Johannes David, 17.03.2017)