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LVZ: GSVE-Reserve besiegt Krostitz und holt den Pott

Volleyball: Sachsenpokal wandert nach Delitzsch

Dresden. Der Sachsenpokal hatte diesmal keine eigenen Gesetze, sondern sah einen Favoritensieg der Volleyballer des GSVE Delitzsch II gegen den Krostitzer SV. Vier Sätze reichten der Mannschaft um Spielertrainer Sebastian Reichstein zum Erfolg in der Sporthalle des Dresdner Hans-Erlwein-Gymnasiums. Die Zahlen sprechen eine einigermaßen klare Sprache: 25:16, 18:25, 25:16, 25:22 endeten die einzelnen Durchgänge.

„Das war gut, hat Spaß gemacht, eine runde Sache“, sagte Reichstein, der seinen ersten Titelgewinn als Trainer feierte. Die ohnehin als Außenseiter angereisten Krostitzer mussten sich nicht grämen, lieferten eine ordentliche Leistung ab. Allerdings fehlte der KSV-Stamm-Außenangreifer an allen Ecken und Enden.

Im ersten Durchgang dominierte Delitzsch die Angelegenheit und zog einigermaßen unbeeindruckt seine Bahnen. Das änderte sich im zweiten Satz dramatisch. Von Anfang an lief der GSVE einem Rückstand hinterher, holte zwischenzeitlich wieder auf, um dann erneut einzubrechen. „In solchen Momenten frage ich mich, warum das passiert“, mäkelte Reichstein. Auf die Frage nach dem Warum antwortete er mit einer Einwechslung – der von sich selbst.

Mit dem Leuchtturm strahlte Delitzsch wieder heller als Krostitz, stand vor allem in der Annahme felsenfest. Im Angriff ging dabei vergleichsweise wenig über den Spielertrainer. Zuspieler Lukas Bayer suchte lieber andere Alternativen und überraschte damit offenbar den KSV ein ums andere Mal. „Lukas hat das sehr gut gemacht, ein sauberes Spiel gezeigt. Das hat mich sehr gefreut“, lobte Reichstein, der außerdem Philipp Thielow ein Kompliment machte. „Er war gut drauf, hat den Kopf eingeschaltet und auch Lösungen für schwierige Situationen gefunden.“

So entspannt wie diese Worte klingen, ging es auf dem Feld freilich nicht immer zu. Die Emotionen der Derby-Hitzköpfe schossen teilweise im Schnellkochtopf gen Hallendecke. Doch die Schiedsrichter hatten das Spiel jeder Zeit im Griff. Sämtliche Mätzchen blieben im Rahmen und die GSVE-Reserve nahm den Pott mit auf die Heimreise.

Damit ist Delitzsch außerdem für den Regionalpokal qualifiziert und darf dort in der kommenden Saison auf attraktive Gegner hoffen. Vorher liebäugeln die Reserve-Recken aber noch mit dem Aufstieg in die Regionalliga. Dazu müssen in den letzten drei Saisonspielen möglichst drei Siege her.

Kommenden Sonntag soll es losgehen, wenn der GSVE II bei den L.E. Volleys III vorbeischaut. „Wir wollen den Schwung aus dem Pokal mitnehmen. Das wäre wichtig“, sagt Reichstein, dem bei nächster Gelegenheit zehn Euro für´s Phrasenschwein vom Konto abgebucht werden. Für Krostitz geht es derweil am 1. April weiter – im Endspiel gegen den Abstieg bei Schlusslicht Post SV Dresden brauchen Quasdorfs Jungs einen Sieg. Außerdem darf zur gleichen Zeit Bad Düben nicht bei Motor Mickten verlieren. Es ist also nordsächsische Schützenhilfe gefragt.